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Elektronisches Kultspiel

Senso & Simon – das Memory-Spiel der 70er und 80er

Vier leuchtende Farbfelder, vier Töne und ein Gedächtnis, das mit jeder Runde mehr leisten muss: Senso (im englischen Sprachraum Simon) gehört zu den bekanntesten elektronischen Spielen seiner Zeit.

Beschreibung

Senso wurde von Ralph Baer und Howard J. Morrison entwickelt. Baer ist vor allem als Entwickler der ersten TV-Spielekonsole, der Magnavox Odyssey von 1972, bekannt. Veröffentlicht wurde das Spiel 1978 bei Milton Bradley; seine größte Beliebtheit erreichte es in den 1980er-Jahren. 1979 landete es auf der Auswahlliste zum Spiel des Jahres.

Das Spielfeld besteht aus vier großen Feldern in Grün, Rot, Gelb und Blau. Jede Farbe hat ihren eigenen kurzen Signalton. Gespielt werden kann allein oder mit mehreren Personen.

EntwicklerRalph Baer & Howard J. Morrison
HerstellerMilton Bradley
Erschienen1978
AuszeichnungAuswahlliste Spiel des Jahres 1979
Spieler1 bis mehrere
NameSenso (D) · Simon (engl.)

Funktion – so läuft eine Partie

  1. Das Spiel zeigt eine Folge. Ein Feld leuchtet auf und spielt dabei seinen Ton.
  2. Du wiederholst sie. Du tippst die Felder in genau derselben Reihenfolge an.
  3. Die Folge wächst. Bei jeder erfolgreichen Runde kommt eine weitere Farb-Ton-Kombination hinzu.
  4. Das Tempo steigt. Mit zunehmendem Schwierigkeitsgrad leuchten die Felder schneller hintereinander auf.
  5. Ein Fehler beendet die Runde. Wer sich verspielt, scheitert – gewonnen hat, wer die vorgegebene Folgenlänge fehlerfrei schafft.

Der Reiz liegt in der Verbindung von Sehen und Hören: Farben und Töne verknüpfen sich im Kopf zu einer kleinen Melodie, die man sich leichter merken kann als reine Farbfolgen.

Varianten und Vorläufer

  • Senso (Tischgerät): das ursprüngliche Spiel, als Tischspiel konzipiert.
  • Mini-Senso: die tragbare Version für unterwegs.
  • Super-Senso: eine Variante, die von zwei Spielern gleichzeitig bedient werden kann.
  • Touch-Me (Atari, 1974): ein Arcade-Spiel mit vier schwarzen Tasten, das als Vorläufer gilt. 1978 erschien außerdem ein Handheld-Klon namens Touch Me mit vier Farben.
  • Name: „Simon“ geht auf das Spiel Simon Says („Simon sagt“) zurück. Inzwischen wird das Spiel auch in Deutschland unter dem Namen Simon verkauft.

Die Online-Version auf dieser Seite

Die Browser-Version bildet das Spielprinzip nach und bietet ein paar Einstellungen:

Funktion
Bedeutung
Folgenlänge
8, 14, 20 oder 31 Schritte bis zum Sieg.
Tempo
Langsam, normal oder schnell; zusätzlich wird die Folge mit wachsender Länge automatisch schneller.
Strikt-Modus
Ein Fehler beendet das Spiel. Ohne Strikt-Modus wird die Folge nach einem Fehler erneut abgespielt.
Zeitlimit
Nach 5 Sekunden ohne Eingabe zählt die Runde als Fehler.
Ton
Jede Farbe hat einen eigenen Ton, der sich abschalten lässt.
Rekord
Dein bester Wert wird pro Folgenlänge im Browser gespeichert.
Steuerung
Maus oder Touch, alternativ Tastatur: Q (Grün), W (Rot), A (Gelb), S (Blau) oder 1–4.

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