LKA warnt vor kriminellen Großfamilien: Syrischer Clan-Chef mit 32 Kindern in Leipzig
Das Landeskriminalamt Sachsen schlägt Alarm: In Leipzig haben sich mehrere syrische Großfamilien mit klar erkennbaren Clanstrukturen etabliert. Ein Patriarch mit 32 Kindern steht besonders im Fokus der Ermittler.
Ausweitung der Clanstrukturen
Nach Angaben des LKA leben im Raum Leipzig inzwischen rund 700 bis 1.000 Personen, die dem syrischen Clan-Milieu zugerechnet werden. Etwa 130 davon sind polizeibekannt. Die Ermittler sprechen von vier dominanten Großfamilien, die Strukturen aufgebaut haben, wie man sie bislang vor allem aus Berlin oder Nordrhein-Westfalen kennt.
Patriarch mit 32 Kindern im Fokus
Besonders brisant ist der Fall eines Clan-Chefs, der nach islamischem Recht mit mindestens drei Frauen verheiratet ist und über 32 Kinder verfügt. Ein Großteil seiner direkten Angehörigen ist strafrechtlich auffällig laut LKA rund zwei Drittel. Die Familie soll in Leipzig und Umgebung ein Netzwerk aus Drogenhandel, Gewalt, Bedrohungen, Schleusung und Sozialleistungsmissbrauch betreiben.
Parallelstrukturen und Ermittlungsdruck
Die Ermittler berichten von einer zunehmenden Abschottung gegenüber staatlichen Behörden. Innerhalb der Familien existieren eigene Konfliktlösungsmechanismen, sogenannte „Friedensrichter“. Zudem würden Strohmänner eingesetzt, um Fahrzeuge, Gewerbe oder Konten zu tarnen. Ein Leipziger Richter spricht bereits von einer „Parallelgesellschaft ohne Integrationsbemühungen“.