SK-REG BLOG

Dieser Block befindet sich derzeit im Aufbau und wird
in naher Zukunft erweitert. Daher bitten wir um Verständnis, falls noch
nicht alle Funktionalitäten zur Verfügung stehen.
Details

Kurz gesagt: Das Sammeln von Regenwasser ist in Deutschland grundsätzlich erlaubt, aber bestimmte Nutzungen und Anlagen können genehmigungspflichtig oder streng reguliert sein.

1. Wenn große Zisternen ohne Genehmigung betrieben werden

  • Zisternen bis etwa 50 m³ sind meist genehmigungsfrei, können aber anzeigepflichtig sein.
  • Über 50 m³ ist in vielen Bundesländern eine behördliche Genehmigung erforderlich.
  • Grund: Große Speicher beeinflussen den Wasserhaushalt und können bei falschem Einbau Hygieneprobleme verursachen.

2. Wenn Regenwasser in die Trinkwasserinstallation gelangen könnte

  • Jegliche Verbindung zwischen Regenwasser- und Trinkwasserleitungen ist strikt verboten.
  • Hintergrund: Verunreinigungen können ins Trinkwassernetz gelangen.
  • Maßgeblich ist die Trinkwasserverordnung (TrinkwV).

3. Wenn der Überlauf einer Zisterne in die Kanalisation führt - ohne Anmeldung

  • Viele Kommunen erheben eine Niederschlagswassergebühr, sobald Regenwasser in die öffentliche Kanalisation gelangt.
  • Wer eine Zisterne mit Kanalanschluss nicht anmeldet, begeht unter Umständen eine Ordnungswidrigkeit.
  • Es drohen Nachzahlungen über mehrere Jahre.

4. Wenn kommunale Satzungen besondere Auflagen vorschreiben

  • Wasserrecht ist teilweise kommunale Sache, daher unterscheiden sich die Regeln je nach Gemeinde.
  • Mögliche Vorgaben:
    • Meldepflicht für Zisternen
    • Vorgaben zur Versickerung
    • Einschränkungen bei der Nutzung im Haushalt
  • Ein Blick in die örtliche Satzung lohnt sich immer.

5. Wenn Regenwasser im Haushalt falsch genutzt wird

  • Erlaubt: Nutzung für Toilettenspülung, Waschmaschine, Reinigung - mit getrennten Leitungen und Fachinstallation.
  • Verboten: Nutzung als Trinkwasser oder für die Zubereitung von Speisen.

6. Wenn die Versickerung nicht den Regeln entspricht

  • Manche Kommunen verlangen Genehmigungen oder Gebühren für die Versickerung von Regenwasser.
  • Grundlage ist oft die Niederschlagsgebühr, die sich nach der versiegelten Fläche richtet.

Übersicht: Wann es kritisch wird

SituationRisiko / VerbotGrund
Große Zisterne > 50 m³ Genehmigungspflicht Eingriff in den Wasserhaushalt
Verbindung zu Trinkwasserleitungen Strikt verboten Gesundheitsgefahr, Trinkwasserverordnung
Überlauf in Kanalisation ohne Anmeldung Ordnungswidrigkeit, Nachzahlungen Niederschlagswassergebühr
Nutzung als Trinkwasser Verboten Hygiene, Trinkwasserverordnung
Nichtbeachtung kommunaler Satzungen Bußgelder möglich Lokale Wasserrechtsvorgaben

Fazit

Regenwasser zu sammeln ist ausdrücklich erlaubt und ökologisch sinnvoll, vor allem für die Gartenbewässerung. Kritisch wird es bei großen Anlagen ohne Genehmigung, bei fehlerhaften Leitungsanschlüssen und wenn kommunale Vorgaben ignoriert werden.