Einführung
Das HTML-Element <pre> steht für „preformatierter Text“. Alles, was in diesem Element steht,
wird vom Browser genau so dargestellt, wie es im Quelltext geschrieben ist: Leerzeichen, Tabs und Zeilenumbrüche
bleiben erhalten. Dadurch eignet sich <pre> besonders gut für Code-Beispiele, Log-Ausgaben
oder andere Inhalte, bei denen die exakte Formatierung wichtig ist.
Was macht <pre> genau?
Normalerweise fasst ein Browser mehrere Leerzeichen zu einem zusammen und bricht Text automatisch um.
Innerhalb von <pre> gilt das nicht: Der Text wird im sogenannten „preformatted“-Modus
dargestellt. Typischerweise wird dabei eine Monospace-Schrift verwendet, also eine Schriftart, bei der alle
Zeichen gleich breit sind. Das erleichtert das Lesen von Code und tabellarisch angeordnetem Text.
<pre> und <code> zusammen verwenden
Häufig wird <pre> mit <code> kombiniert, um sowohl die Formatierung
als auch die Semantik abzudecken:
<pre><code>
function hallo() {
console.log('Hallo Welt');
}
</code></pre>
In diesem Beispiel sorgt <pre> dafür, dass Zeilenumbrüche und Einrückungen erhalten bleiben,
während <code> dem Inhalt die Bedeutung „Quellcode“ gibt. Das ist hilfreich für
Suchmaschinen, Screenreader und Tools zur Syntaxhervorhebung.
Typische Einsatzszenarien
- Code-Beispiele: HTML-, CSS-, JavaScript- oder PHP-Snippets.
- Log-Ausgaben: Server- oder Anwendungslogs mit festen Spalten.
- ASCII-Grafiken: Textbasierte Diagramme oder Tabellen.
- Vorformatierte Texte: Alles, was exakt so aussehen soll wie im Editor.
HTML im <pre>-Block sicher darstellen
Wenn du HTML-Code in einem <pre>-Block anzeigen möchtest, musst du die spitzen Klammern
escapen, damit der Browser sie nicht als echtes HTML interpretiert:
<pre>
<h1>Überschrift</h1>
<p>Dies ist ein Absatz.</p>
</pre>
So wird der Code als Text angezeigt, statt als echte Überschrift und Absatz gerendert zu werden.
Schritt-für-Schritt: Einen <pre>-Block sinnvoll einsetzen
1. Inhalt auswählen
Überlege zuerst, welcher Text wirklich eine feste Formatierung benötigt – zum Beispiel ein Code-Beispiel
oder eine Log-Ausgabe. Normale Fließtexte gehören nicht in <pre>.
2. Text vorbereiten
Formatiere den Text in deinem Editor so, wie er später aussehen soll: mit Einrückungen, Zeilenumbrüchen und eventuell ausgerichteten Spalten. Genau diese Struktur wird im Browser übernommen.
3. In <pre> einbetten
Umgib den vorbereiteten Text mit einem <pre>-Element. Wenn es sich um Code handelt,
kannst du zusätzlich ein <code>-Element verwenden:
<pre><code>
if (x > 10) {
console.log('Größer als 10');
}
</code></pre>
4. HTML-Zeichen escapen
Enthält dein Beispiel selbst HTML-Tags, ersetze < durch < und
> durch >. So stellst du sicher, dass der Browser den Inhalt
nicht als echtes Markup interpretiert.
5. In Joomla einfügen
In Joomla solltest du den Code im Editor möglichst im Quelltext- oder „kein Editor“-Modus einfügen,
damit nichts automatisch umformatiert wird. Speichere den Artikel und prüfe im Frontend, ob der
<pre>-Block so aussieht wie gewünscht.
Fazit
Das <pre>-Element ist ein einfaches, aber sehr mächtiges Werkzeug, wenn es um
die Darstellung von vorformatiertem Text geht. In Kombination mit <code> eignet
es sich ideal für technische Artikel, Dokumentationen und Tutorials – auch in Joomla-Artikeln,
ganz ohne zusätzliche CSS-Anpassungen.