ES WAR EINMAL EIN LAND
Es war einmal ein Land, das alles hatte: Bildung, Wohlstand, Wälder, Werte und sogar ein Grundgesetz, das klang wie Freiheit. Doch dann kamen die Jahre, in denen man verlernte, zu widersprechen.
Die Jahre der Krisen
Man nannte es Krisenzeit. Erst platzten Banken, dann die Reaktoren, dann die Grenzen, dann das Vertrauen. Die Menschen arbeiteten weiter, bezahlten weiter, hofften weiter. Und die, die regierten, verteilten die Rechnung, immer nach unten.
Erst rettete man Banken mit Steuergeld und nannte es Stabilität, die man in der Welt verraten kann. Dann zerschlug man die Energieversorgung und nannte es Zukunft. Dann öffnete man die Grenzen und nannte es Mitgefühl.
Und wenn einer fragte: Wohin führt das alles? Dann hieß es: Halt den Mund, sei dankbar, sei tolerant. Man gewöhnte sich ans Stillsein.
Die höhere Moral
Erst bei der Flüchtlingspolitik, dann bei der Impfpflicht, dann bei Waffenlieferungen. Stets gab es eine höhere Moral, aber nie echte Antworten.
Die Medien sangen mit, die Opposition tanzte mit, und das Volk zahlte mit. Jahr für Jahr, Wahl für Wahl. Die einen regierten, die anderen kritisierten, aber niemals das System. Denn alle saßen längst am selben Tisch.
CDU, SPD, Grüne, FDP vier Farben, ein Ergebnis: mehr Gesetze, weniger Freiheit, mehr Bürokratie, weniger Leben, mehr Steuern, weniger Staat.
Und wenn jemand fragte, warum das so ist, antworteten sie: Das war nötig.
Nötig war angeblich alles
Nötig wie GEZ für alle.
Nötig wie Krieg für Frieden. Nötig wie Genderkurse statt Matheunterricht.
Die Schulen fielen zurück ins Analoge. Die Polizei litt unter Personalmangel. Die Pflege fiel ins Koma. Aber die Schlagzeile lautete: Diversitätsrat tagt erfolgreich.
Das Volk beginnt sich zu erinnern
Das Volk aber war müde. Es hatte so oft Ja gesagt, dass es seine Stimme verlor. Und doch begannen einige, sich zu erinnern.
Daran, dass Politik nicht Theater ist. Dass Wahlen keine Wiederholung sein müssen. Dass Demokratie bedeutet, Nein zu sagen zu Lüge, Arroganz und geistigem Stillstand.
Sie erinnerten sich an die Rechnungen, an die Strompreise, die stiegen, an die Masken, die blieben, an das Gas, das ausging, an die Impfung, die verpflichtend freiwillig war, an das Lächeln der Ministerin, die sagte: „Sie haben doch noch 49 Euro auf dem Konto.“
Und so begannen manche, die Kreuze anders zu setzen. Nicht mehr aus Angst, sondern aus Einsicht. Nicht mehr aus Tradition, sondern aus Trotz. Nicht mehr für die Parteien, die vieles versprochen und wenig davon geliefert hatten.
Denn sie hatten gelernt: Wer Altparteien wählt, bekommt Altprobleme neu verpackt, teuer verkauft und mit PR verziert.
Und sie wussten: Wer schweigt, stimmt zu. Wer schönredet, verlängert das Elend. Wer das kleinere Übel wählt, bekommt das größere nur in Etappen.
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