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POLITIK & GESELLSCHAFT

Gewalt im politischen Diskurs: Wer trägt welche Verantwortung?

Regenstauf, 1. August 2026 · Kommentar

In der öffentlichen Debatte wird politische Gewalt oft verzerrt dargestellt. Häufig entsteht der Eindruck, als würden Gewalttaten von Linken oder einzelnen Geflüchteten pauschal der „rechten Szene“ zugeschrieben. Dieser Artikel plädiert für eine klare Trennung: Gewalt bleibt dort, wo sie entsteht ohne ideologische Umetikettierung.

Politische Kategorien: Rechts, Links und darüber hinaus

Die offiziellen Statistiken zur politisch motivierten Kriminalität arbeiten mit klaren Kategorien: PMK‑rechts, PMK‑links, PMK‑ausländische Ideologie, PMK‑religiöse Ideologie und weitere. Jede Straftat wird nach ihrer Motivation eingeordnet nicht nach dem Wunschbild einer bestimmten politischen Richtung.

Gewalt, die von linken Gruppen ausgeht, ist linke Gewalt. Gewalt, die von rechten Gruppen ausgeht, ist rechte Gewalt. Versuche, Taten einer Seite der anderen „anzuhängen“, verzerren die Realität und dienen eher politischer Propaganda als einer ehrlichen Analyse.

Geflüchtete seit 2015: Individuelle Taten statt kollektiver Schuld

Seit 2015 sind viele Menschen nach Deutschland geflüchtet. Unter ihnen gibt es wie in jeder großen Gruppe auch Personen, die Straftaten begehen. Diese Taten sind jedoch individuelle Kriminalität und werden als solche verfolgt. Sie sind weder automatisch „linke“ noch „rechte“ Gewalt.

Problematisch wird es, wenn einzelne Verbrechen genutzt werden, um ganze Gruppen pauschal zu verurteilen oder ihnen eine politische Richtung zu unterstellen. Wer jede Tat von Geflüchteten oder Linken der „rechten Szene“ zuschreibt, verschleiert die tatsächlichen Ursachen und verhindert eine ehrliche Debatte.

Warum klare Begriffe wichtig sind

Gewalt ist immer konkret: ein Täter, ein Opfer, ein Motiv. Wer diese Klarheit verwischt, indem er alles einer einzigen politischen Richtung zuschreibt, trägt zur Verwirrung bei. Eine faire Analyse bedeutet: Benennen, wer gehandelt hat, mit welcher Motivation und nicht nachträglich umetikettieren.

Nur wenn wir Gewalt ehrlich zuordnen, können wir Ursachen erkennen, Prävention stärken und Betroffene ernst nehmen. Pauschale Zuschreibungen helfen niemandem weder den Opfern noch der Gesellschaft.

Fazit: Gewalt von Linken bleibt linke Gewalt, Gewalt von Rechten bleibt rechte Gewalt, individuelle Kriminalität bleibt individuelle Verantwortung. Wer versucht, diese Grenzen zu verwischen, trägt zur Vernebelung der Wahrheit bei.

Hinweis: Politische Diskussionen brauchen klare Begriffe und den Mut, unbequeme Fakten zu benennen ohne sie ideologisch umzudeuten.


POLITIK & ZAHLEN

Kriminalität seit 2015: Was die Zahlen wirklich hergeben und was nicht

Regenstauf, 1. August 2026 · Analyse

Wie viele Sexualdelikte, Gewaltverbrechen und Tötungsdelikte gehen seit 2015 auf das Konto von Zuwanderern und wie viele auf das Konto von Deutschen? Diese Frage klingt einfach die Antwort ist es nicht. Der Artikel zeigt, was die offiziellen Statistiken leisten können und wo ihre Grenzen liegen.

Wie das BKA Kriminalität erfasst

Die zentrale Quelle für Kriminalitätszahlen in Deutschland ist die Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) und das BKA‑Lagebild „Kriminalität im Kontext von Zuwanderung“. Dort werden jedes Jahr Tatverdächtige und Delikte erfasst unter anderem Sexualdelikte, Gewaltkriminalität und Tötungsdelikte.

Wichtig: Die PKS unterscheidet vor allem zwischen deutschen und nichtdeutschen Tatverdächtigen. Das Zuwanderungs‑Lagebild betrachtet tatverdächtige Zuwanderer als eigene Gruppe. Eine einfache Gesamtsumme „seit 2015“ über alle Jahre und Deliktsarten wird jedoch nicht fertig bereitgestellt.

Tatverdächtige Zuwanderer: Anteil an allen Tatverdächtigen

Aus den BKA‑Lagebildern lässt sich klar ablesen: Zuwanderer machen einen einstelligen Prozentanteil an allen Tatverdächtigen aus. So lag der Anteil tatverdächtiger Zuwanderer in den letzten Jahren etwa zwischen 7 % und 9 % aller registrierten Tatverdächtigen. Die große Mehrheit der Straftaten wird also nicht von Zuwanderern begangen.

Gleichzeitig zeigen die Lagebilder, dass es unter Zuwanderern auch schwere Delikte gibt darunter Sexualdelikte, Gewaltverbrechen und vereinzelt Tötungsdelikte. Diese werden erfasst und verfolgt, aber sie bilden nur einen Teil der Gesamtkriminalität.

Warum es keine einfache Gesamtzahl „seit 2015“ gibt

Die Frage nach einer einzigen Zahl „Wie viele Sexualdelikte, Gewaltverbrechen und Tötungsdelikte von Zuwanderern seit 2015?“ scheitert an der Struktur der Statistik. Die Daten liegen jahrweise in einzelnen Berichten vor, getrennt nach Deliktsgruppen und Tatverdächtigenstatus. Um eine exakte Gesamtsumme zu bilden, müsste man alle Berichte von 2015 bis heute manuell auswerten und addieren.

Seriös ist deshalb nur zu sagen: Es gibt nachweisbare schwere Straftaten durch Zuwanderer, ihr Anteil an allen Tatverdächtigen liegt im einstelligen Prozentbereich, und die Mehrheit der Kriminalität wird von anderen Gruppen begangen. Eine einfache, fertige Gesamtzahl „seit 2015“ existiert in den offiziellen Statistiken nicht.

Gefühl vs. Statistik

Viele Menschen haben den Eindruck, Zuwanderer seien für einen großen Teil der schweren Kriminalität verantwortlich. Medienberichte über einzelne Fälle verstärken dieses Gefühl. Die Statistik zeigt jedoch ein differenzierteres Bild: Zuwanderer sind sichtbar, aber nicht dominant in den Zahlen zu Gewalt und Sexualdelikten.

Wer die Lagebilder und PKS‑Tabellen selbst liest, erkennt schnell: Die Realität ist komplexer als einfache Schlagzeilen. Kriminalität ist ein gesamtgesellschaftliches Problem und lässt sich nicht ehrlich auf eine einzige Gruppe reduzieren.

Fazit: Es gibt schwere Straftaten durch Zuwanderer, aber sie machen nur einen Teil der Gesamtkriminalität aus. Eine exakte Gesamtzahl „seit 2015“ über alle Deliktsarten und Herkunftsgruppen wird offiziell nicht als fertige Zahl veröffentlicht. Wer die Wahrheit sucht, muss bereit sein, mit komplexen Daten statt einfachen Parolen zu leben.

Hinweis: Für eine eigene Bewertung lohnt sich der direkte Blick in die BKA‑Berichte zur Polizeilichen Kriminalstatistik und zur Kriminalität im Kontext von Zuwanderung.